Eigenverbrauchsoptimierung
Kurz erklärt
Eigenverbrauchsoptimierung bezeichnet die gezielte Steuerung von selbst erzeugtem Strom aus erneuerbaren Erzeugungsanlagen wie Photovoltaik oder Windkraft, um ihn möglichst vollständig im eigenen Betrieb zu nutzen, statt ihn ins Netz einzuspeisen.
Produktion und Verbrauch fallen in der Praxis selten zusammen. PV-Anlagen erzeugen ihren Strom vor allem mittags, während viele Betriebe morgens und am späten Nachmittag ihren höchsten Bedarf haben. Der Speicher gleicht diese Differenz aus, indem er überschüssigen Strom zwischenspeichert und ihn dann bereitstellt, wenn der Betrieb ihn tatsächlich braucht. Netzbezug und Netzeinspeisung sinken dadurch gleichzeitig, die Eigenverbrauchsquote und die Autarkie des Betriebs steigen.
Wirtschaftlich ergibt sich der Mehrwert aus der Differenz zwischen dem Strompreis für zugekauften Netzstrom und der deutlich niedrigeren Einspeisevergütung. Jede Kilowattstunde, die ein Betrieb selbst verbraucht statt einspeist und später wieder teurer einkauft, wirkt sich direkt auf die Stromrechnung aus.
Eigenverbrauchsoptimierung gilt zudem als anerkannte Energieeffizienzmaßnahme und trägt zur Nachhaltigkeitsbilanz eines Unternehmens bei, da sie den Anteil erneuerbarer Energie am tatsächlichen Verbrauch erhöht. In der Praxis wird sie meist mit anderen Betriebsstrategien wie Lastspitzenkappung kombiniert.
Verwandte Begriffe
- Photovoltaik
- Erneuerbare Energien
- Lastmanagement
- Autarkie
- Eigenverbrauchsquote
- Netzbezug
- Netzeinspeisung
- PV-Strom
- Solarstrom
Quellen
- Umweltbundesamt: Wirtschaftlichkeit von PV-Batteriespeichern
- Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE: Forschung zu Speichern in mittelständischen Industriebetrieben
Stand: 10/2026
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